Neuer Dozent zum Zweiten: Assistenzprofessor Arthur Posch

Arthur Posch doktorierte an der Wirtschaftsuniversität in Wien, forschte in Maastricht und weilt nun an der Universität Bern. Welche spannenden Vorlesungen er halten wird und was er so alles von seiner neuen Tätigkeit erwartet – und natürlich was die Studierenden von ihm erwarten dürfen – erzählt uns Herr Posch in einem Gespräch.

Text von Arthur Posch und Daria Schmid

Arthur Posch
Arthur Posch

Bitte erzählen Sie uns etwas über Ihren Werdegang.
Nach meinem Diplomstudium der Internationalen Betriebswirtschaft war ich als Doktorand am Institut für Unternehmensführung (Professor Gerhard Speckbacher) an der Wirtschaftsuniversität Wien beschäftigt. Während meines Doktoratsstudiums der Strategischen Unternehmensführung befasste ich mich vor allem mit der Frage, wie sich Steuerungsund Controllingsysteme in Familienunternehmen von Systemen in anderen Unternehmen unterscheiden bzw. welche Rolle der Faktor Familie dabei spielt. Nach meinem Doktorat arbeitete ich für weitere sechs Jahre als Universitätsassistent Post Doc am Institut für Unternehmensführung an der Wirtschaftsuniversität Wien. Während dieser Zeit verbrachte ich auch zwei Semester als Gastforscher an der Maastricht Universität.

Sie haben im September Ihre Assistenzprofessur an der Universität Bern begonnen. Woran haben Sie seitdem gearbeitet? Worauf fokussiert sich Ihre Arbeit in der Zukunft?
Seit meinem Dienstantritt an der Universität Bern beschäftige ich mich vor allem mit zwei größeren Arbeitspaketen. Einerseits bereitete ich meine Lehrveranstaltung «An Integrated Perspective on Corporate Risk Management» vor. Ebenso arbeite ich momentan an der Wiedereinreichung eines Papers bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Die Studie untersucht, wie bei der Steuerung von Mitarbeitenden eine angemessene Risikokultur mit Risikokennzahlen verknüpft werden kann. Zentral ist dabei die Frage, wie risikoorientierte Steuerungssysteme eingesetzt werden können, um Mitarbeitenden ein kalkuliertes Eingehen von Risiken, das mit dem unternehmerischen Risikoprofil konform geht, zu ermöglichen. Forschungsmäßig werde ich mich in Zukunft vor allem den Themen Risikomanagement, Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit widmen. Die Rolle von Steuerungs- und Controllingsystemen fungiert dabei als Querschnittsthema, das für alle drei Bereiche relevant ist. Bei den genannten Themengebieten werde ich auch untersuchen, ob gewisse Kombinationen von Steuerungs- und Controllingsystemen Unternehmen erfolgreicher machen.

Dürfen wir uns auf eine Vorlesung mit Ihnen freuen?
An der Universität Bern halte ich bereits in diesem Semester einen Kurs zum Thema Risikomanagement. Besonders wichtig ist mir dabei, Risikomanagement als Querschnittsmaterie zu präsentieren und den Studierenden ein möglichst ganzheitliches Verständnis zu vermitteln. In Zukunft werde ich auch eine Lehrveranstaltung zu der Rolle von Controllinginstrumenten im Innovationsmanagement anbieten. Weitere Kurse werden in den nächsten Semestern sicherlich auch noch entstehen, hier befinden sich die Planungen aber erst im Anfangsstadium.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie Ihre neue Tätigkeit an?
Über meine neuen Aufgaben an der Universität Bern freue ich mich sehr. Ich bin sehr stolz, Teil des Instituts für Unternehmensrechnung und Controlling zu sein. Die Professoren Markus Arnold und Alexis Kunz haben ein tolles Forschungsumfeld geschaffen, das international ein sehr hohes Ansehen genießt. Deswegen erwarte ich eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit und sehr spannende Forschungsprojekte am Institut für Unternehmensrechnung und Controlling. In meiner Lehrtätigkeit werde ich natürlich auch an der Universität Bern besonderen Wert darauf legen, den Studierenden eine nachhaltige Lernerfahrung zu bieten. Besonders wichtig ist mir dabei, meine Lehre so zu gestalten, dass ich Studierende aller Lerntypen damit erreichen kann. Die Arbeit mit Studierenden betrachte ich als einen besonders erfüllenden Aspekt meiner Tätigkeit. Ich freue mich also sehr auf die Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Bern.